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luna

Cover luna

concept

with luna and aurora, we will release our third and fourth album as complementary works.

stylistically, there will be a mixture of old and new elements. we have once again found a balance between melodicism and heaviness by combining black metal and post rock: guitar tremolos, blast beats and harsh vocals alternate with clean guitars, sidestick drumming and whispers, each accentuated by catchy piano melodies or spherical string harmonies.

we added more progressive elements such as unusual time signatures and rhythms, which were hinted at on rekonvaleszenz and which have now been fully elaborated on luna and aurora to interrupt the melancholic post-black-metal foundation in the right places. the vocals, which had always been varied, also show new facets to effectively present the german nature-loving lyrics.

in a way, the two albums can be pictured as yin and yang: while luna plays in winter and tries to develop more hopeful lyrical and musical moods out of a melancholic atmosphere, spring announces itself on aurora, but not without memories of frost and dreariness.

tracklist and lyrics

stille, mehr stille

stille pfade, tagbefreit
hinein in jede dunkelheit
winters atem, mein geleit
drängt mich stet und fremdlich weit
doch rückkehr ist, was aufbruch scheint
von kalter in noch kält’re zeit
bis herzschlag wieder leben meint
sind augenblicke ewigkeit

unterm treuen taumond weisen
waldes wächter mir den weg
welke worte hallen wider
wahnhaft, von vertrautem steg
wie viel zeit nur habe ich schon
allzu hoffnungsvoll in schwarz gewand’t
(doch weißer seiten, gottverdammten nichts)
hier verbracht an skades spiegel
ohne dass ich jeglich’ weisheit fand?
(oder eine ahnung ihres lichts?)

frosterstarrt nun liegt da vor mir
ein trübes glück vergangenheit
meines geistes graugemälde
rankenwerk der endlichkeit
(ufersäumend’ tote sterne
scheinen schließlich sonderbar)
ward ich des verdachtes noch
in herbstes sterben nicht gewahr?

doch augenblick wird mein
und keines anderen
luft und drang

’s birgt die sekunde hundert schätze
und ich bin endlich wieder frei!
denn ich ahne wilde gärten
die in sturm und schnee gedeih’n
schon beleb’ ich waghaft zeilen
mich des windes wort zu weih’n
lind umspiel’n des rausches funken
meine sinne für die weil’
wille sickert, fließt, wird strömen
spendet aus sich licht und heil
und mit rätselhaftem wirken erschließt sich
was viel zu lange unerkannt
zur gänze
es stirbt vielleicht manch’ erinnerung
leben aber fängt heut’ nacht
ein jeder blick!
verbannend die bilder von trister zeit
entfliehend der grelle, truggeworfen
und endlich durchschaut
endlich …
eben schweren schrittes
jetzt federleicht in wort und zeile
und atmend die stille am see

was verbirgst du, nacht,
vor jenen, die dich nie erkannt
in gestalt von ewigkeit
die sich in augenblicken fand?
in gestalt von einsamkeit
die in die schwärz’ren schatten starrt?
zu vieles hast du offenbart
in die gewissheit mich verbannt
dass ich wohl noch so wortgewandt
mit tausend zeil’n es nicht vermag
in denen je bedeutung lag
dich zu erklär’n, der wahrheit nah
selbst dem, der dich verstehen will
und all die schönheit, die ich sah
so sehe ich und schweige …

unweit harrt die alte eiche
weiß nicht um die welt, die taub
flüstert namen alter götter
in des winters stilleschweren staub
unweit stirbt ein bild am wasser blasserfroren mit der zeit
flüstert letztmals jenen namen
in des winters dunkelheit

denn aus jäh verblich’nem zerrbild
bin ich hier und jetzt befreit
wohlverlor’n in jungen welten
ahnungsvoll und endlos weit!
blicke finden letztentflammend
klaren sinn im zwischenreich
in den tiefsten schluchten selbst
liegt silbern’ scheinen firnisgleich

und nicht vor kälte muss ich zittern
als ein hauch das schweigen bricht
»nicht zu fliehen«, raun’ ich, »will ich träumen«
sturm und stille ward gedicht.

luna I

quelle ist mir reines leben
hoch erhaben in der nacht
heimlich wogend’ klänge weben
tief’res jetzt als je gedacht

hier fängt die feder viel empfinden
schwarz füllt weiß mit ewigkeit
zeilenwerk von märzeswinden
herzbewahrt auf alle zeit
in der harschestfauchend’ eiseskälte
noch innerlodernd’ glutgeleit

ja, durch diese mondscheinwelten
die uns einst emporgeführt
uns’re seelen nächtens hellten
zieh’ ich nicht minder nun berührt
ich erhalte alte träume
wo staub’ger weg zu sternen weist
fahl die fänge kahler bäume
doch gen himmel steigt mein geist

frei!

und manchmal wird ein augenblick
der fast vergessen, wieder mein
manchmal kehre ich zurück
in jene zeiten, klar und rein
die nicht versunken in den grauen
sümpfen der vergangenheit
nicht verwittert in den rauen
stürmen flüchtiger heiligkeit

und oft gedenk’ ich jener worte
die nie blassen, nie vergeh’n
oft gedenk’ ich jener orte:
quellen und flüssen, fällen und seen
und noch zweier schatten bilder
ist doch bild auch nie genug
immerdar ein heilsam milder
wohldurchschauter selbstbetrug.

hier fängt die feder viel empfinden
schwarz füllt weiß mit ewigkeit

bereit.

etwas

geisterweiß auf winterwegen
wo kaum ein wort noch wahrheit wiegt
still in traumesgleichem schweben
tiefe schwebt im sommerlied

doch ich erkenne kein geheimnis
denn ohne mühe wirkt hier
etwas

ganz unerwacht das tagesregen
dorngeflecht von freud’ und leid
eins geworden all mein streben
in glanz und glut der dämmerzeit

ein flüstern von verborg’nem leben
dringt durch unsichtbaren wald
streiche aus der sinne weben
weh’n und weh’n mir treuer bald
obnoch das zwielicht schaurig fällt
auf nichts als blasse ahnung
von uns unvertrauter welt

eben hielt mich unbehagen
jetzt strömt durch mich jedes glück
schweigend lausch’ ich dämmerfarben
rubine zeit fängt meinen blick

andächtig
erhaben
und …

luna II

noch für stunden weil’ ich wortlos
hier im klange klarer welt
frost’gem wind trotzt flammend’ wille
als dämmerrot durchs schilfwerk fällt
bleiben wird zur morgenstunde
dem unbeschwerten herzen etwas glut
zu verwinden gram und kargnis
zu erwecken nächsten mut

wohlan, es ward genug gedacht
der alten zeit im eichenhain
doch was die stunden hier entfacht
soll feuer laut’ren funkens sein
wie heimwärts zieh’ ich weiter fort
noch in der lerche lichtgesang
durchstreife ich den fremden ort
als kannt’ ich ihn ein leben lang

arglos spielt mit seelen, was nach
grimmer kälte wiederkehrt:
feuerfangend zornverlor’ner
einklang, der verachten lehrt
nachtvergütet gleißt die klinge
die bedacht durch mich geführt
die manch dasein flugs beendet
und manch edles streben schürt

nun vermag ich zu durchschauen
wie voller ziel die stille war
durch die nacht zum licht geführt
ward mir am ende eines klar:
nicht verlust nur heißt der abschied
verhallt der missklang
schließlich süß
halt’ eisern ich den geist ergrauter stunden
bleibt doch viel mehr
als mich verließ

im frühnebel versinken die welt oder ich
wer weiß
zu was es führt, was es am ende nützt
oder wem
denn ich zückte vielleicht passion
und kritzelte die zeilen
strömte den moment auf papier
die gedanken, fast silbern
bedeuten allzu viel
doch irgendwann sind sie noch »kunst«
und nichts mehr weiter
ich kenne mich.

sturmgeweiht

morgenrot: der raureif taut
im licht, das meine zuflucht hellt
ein kraftbeseelter morgen graut
(nur wanderern in welker welt)
vergessen gram und trister ort
die letzten seelenwunden heilt die zeit
(ich atme hoffnung hier und dort)
ich kehre wieder, sturmgeweiht
vergess’ auch jedes herbstgefärbte wort
mein allzu langes weggeleit

manches stirbt zu neuem leben
vieles nimmt mit sich der fluss
das von eiseszorn durchdrung’ne
das ich wohl kaum betrauern muss
ein versprechen will ich geben
wo ich nun die worte find’:
flüchtig nur halt’ ich die alten
bilder, wie sie nützlich sind

und winter schweigt, zum tod geführt
(was fügsam schlief, das wacht forthin)
ein freier see das feuer schürt
(aus nebel weckt sich klarer sinn)
als flammend’ zeilen, die ich schrieb
schon anvertraut dem waldeswind
auf dass was dieser stunden blieb
nur wagenswerte wege sind

denn ich muss nun für mich
auf ebendiesen weitergeh’n
zu erfüll’n die innerleere
wahrheit vollends zu versteh’n

welcher ahnung erste schimmer
einen sich in glanz alsbald?
zu gedanken, vielleicht gewissheit
goldenlichtem pfad durch finst’ren wald?

führen nur geheime pfade
erst zu dem, was letztlich zählt?
birgt denn das leben nicht weit mehr
für den, der mit berechnung wählt?

doch keiner antwort kann ich lauschen
der ich nun zu hör’n vermag
keiner »weisheit« will ich folgen
die bestimmt den toten tag
und alles, was jetzt bleibt, ist
was schon einst im wind der wälder lag.

1. nicht alle dunkelheit der welt …
2. stille, mehr stillelyrics
3. luna Ilyrics
4. etwaslyrics
5. luna IIlyrics
6. sturmgeweihtlyrics

total playtime

45:43

Samples

youtube

play/download as mp3

release date

luna will be released on 19 August alongside aurora.

reviews

Dave ‘That Metal guy’ campbell for Metal Temple

10/10 — masterpiece

‘I am near speechless when it comes to describing this album, but I will leave you with a few words …glorious, astonishing, and remarkable … this is one album that you just must listen to this year.’

read the full review.

metal only

9.5/10

‘Die Lyrics sind ebenso virtuos geschrieben wie die Musik komponiert ist. Es werden Geschichten erzählt, Bilder kreiert, und jedes Wort wirkt so, als ob es passender nicht hätte gewählt werden können. Auch soundtechnisch haben träumen von aurora zum Vorgängeralbum noch mal eine Schippe drauf gelegt. Beide Alben sind absolut fett produziert, alle Facetten, die musikalisch zum Ausdruck gebracht werden, sind klar verständlich und zu keiner Sekunde überladen.’

translated

‘The lyrics are as virtuosically written as the music is composed. Stories are told, images created, and every word seems as if it could not have been chosen more appropriately. In terms of sound, träumen von aurora have also gone one better than the previous album. Both albums are produced with a fat sound, all facets that are musically expressed are clearly understandable and not overloaded at any second.’

read the full review (german).

metallerium

9.5/10

‘träumen von aurora con luna/aurora es un disco bien logrado en todo nivel, porque desde que se ve la portada, sabrás que no estas ante algo cotidiano y que tiene mucho misterio por descubrir en cada canción, y eso se acrecienta mientras el disco sigue su trayecto y lo llevas escuchando por horas. Y sobre el idioma, pues bueno, hoy en día ya no es un problema de entender o saber que pasa por su cabeza gracias a las diferentes herramientas virtuales que tiene Internet. Buen disco y altamente recomendado.’

read the full review (spanish)

translated

‘träumen von aurora’s luna/aurora is a well done album on every level, because as soon as you see the cover, you know that you are in for something unconventional, and that there will be a lot of mystery to discover in each song, and that increases as the album continues its course and you listen to it for hours. Good album and highly recommended.’

OccultBlackMetalZine

8/10

‘In my opinion, this is another great-sounding recording from träumen von aurora, and if you are a fan of avantgarde, progressive and post black metal, you should check out this album. recommended tracks include stille, mehr stille and sturmgeweiht.’

read the full review.

music-scan.de

4/5

‘Die Musik hier speist sich aus so verschiedenen Quellen, von denen man nicht gedacht hätte, dass sie vereinbar sind. Das ist sicher nichts für all jene Vertreter der reinen Lehre. Nein, träumen von aurora verlangen ihren Hörern alles ab. Zumindest Offenheit und die Bereitschaft in einen ganz eigenen Klangkosmos einzutauchen. Das wird nicht jedem schmecken, ist aber eine musikalische Entdeckungsreise sondergleichen und in seiner Art herausragend. Tiefgründig, düster, schwarz, außerordentlich musikalisch und letztlich mit nichts zu vergleichen.’

translated

‘The music here feeds from such different sources that you wouldn’t have thought they were compatible. This is certainly not for all those advocates of pure doctrine. No, träumen von aurora demand everything from their listeners. At the very least, openness and the willingness to dive into a very unique sound cosmos. Not everyone will like it, but it is an unparalleled musical voyage of discovery and outstanding in its way. Profound, dark, black, extraordinarily musical and ultimately incomparable to anything else.’

read the full review (german).